Di 15. Mai 2012, 01:25
Aber geht das überhaupt? Also die perfekte Kopie? Ohne es darauf anzulegen, meine ich. (Wobei das aber auch einen Charakter hätte.^^)
Wenn man z.B. Kubrick als Vorbild hat, und man orientiert sich am Lebenslauf oder so: Dann würde man seine Filme ja nicht kopieren. Und wenn wir annehmen, man hätte sogar mehr als nur ein Vorbild (vllt. orientiert man sich an die Vorbilder des Vorbilds), mischt sich dann sowieso alles. Postmodern halt, Vergangenes remixed.
Vielleicht sollte man es doch mal machen, so als Experiment: Absichtlich sich ein Vorbild aussuchen. Jemanden, den man vielleicht schon vorher im Blick hatte. Und dann das anstreben, was man am Vorbild toll findet. Das ist doch eine interessante Motivations- und Inspirationsquelle.
Es wäre etwas anderes, als das übliche, ‚nebenbei‘ erscheinende Vorbild. Z.B. eh… Liz Taylor. Da geht’s doch zunächst nicht unbedingt um die Äußerlichkeiten. Sicher: die Äußerlichkeiten machen die Person attraktiv, man wird so aufmerksam auf sie. Aber eigentlich sind es doch bestimmte Eigenschaften, mit denen wir uns identifizieren. Bei Liz ist es weniger das Schaffen, das Äußere oder das Private, sondern mehr vllt. wie sie sich gibt, wer sie ist, der Charakter. Sowas machen wir vllt. schon ‚nebenbei‘. Aber was ist wenn man tatsächlich ihr Schaffen anstrebt? Also wirklich Schauspieler wird!? Oder, falls man einen anderen Beruf hat, etwas, das irgendetwas in Liz’ Laufbahn entspricht. Königin, oder so.
Und ist es vielleicht nicht auch so, dass ein Erwachsener differenziert zu entscheiden vermag, was er als anstrebenswert am Vorbild erachtet? Er würde wahrscheinlich nicht punktgenau in dem Alter heiraten wie sein Vorbild, aber ein Teenie würde das vllt. in Betracht ziehen. Ganz einfach weil der Erwachsene auch im Vorbild Negatives entdeckt, bzw. Abweichungen von eigenen Vorstellungen.