Das Streben nach Glück (Amerikanischer Kampfsport)
Mi 6. Jan 2016, 04:20
Manchmal wär ich gern glücklich, aber dann macht mich mein Nicht-Glücklich-Sein so unglücklich, dass ich sterben will, wodurch ich mich daran erinnere, dass Leben ganz einfach ist und nur aus Atmen besteht, was dazu führt, dass ich nur rumliege und atme, bis ich wieder etwas Alltägliches (wie Lesen) will.
Glücklich sein ist irgendwie wie Politisch tätig sein: Sobald man damit anfängt, wird man so traurig, dass man wieder damit aufhört.
Ich hasse Sport.
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Nach der Depri ist vor der Depri. (Keiko desu - Sono Sion)
Re: Das Streben nach Glück (Amerikanischer Kampfsport)
Mi 6. Jan 2016, 22:42
Das Denken an Glück impliziert irgendwo auch ein vorhandenes Nicht-Glück. Oder anders gesagt: Leben, das glücklich ist, fragte nicht danach. Das ist halt so.
So, jetzt hab ich das schön verpackt und geordnet, dann können wir es ja da in die Schublade mit der Glasglocke tun.
Re: Das Streben nach Glück (Amerikanischer Kampfsport)
Do 7. Jan 2016, 14:20
Aber Sieger sagen doch auch immer, dass sie Sieger sind. Erfolgreiche, dass sie Erfol haben. Glückliche, dass sie Glück haben. Und Donald Trump sagt auch immer, dass er Donald Trump ist.
Willst du etwa behaupten, dass das eine unbewusste/berechnete Lüge ist für ein Publikum, dem sie insgeheim sich selbst zugehörig fühlen?
Re: Das Streben nach Glück (Amerikanischer Kampfsport)
Do 7. Jan 2016, 19:32
Oh, nun darüber plappern? – Ok! :3 Dann verstehe man Sieg und Erfolg eben als δύναμις, und Glück als ἐντελέχεια. Das eine erlangst du von außen, das andere steckt in dir drin. Donald Trump als Mensch kann sich gar nicht sagen. Donald Trump als Name ist ihm von außen zugeschrieben. Selbstverständlich impliziert auch jedes Pfirsich-Sein Nichts, denn Nix-Sein und Sein ist Sein wie Sein und Nix-Sein Nix-Sein ist. Und auch kann man als Glücklicher darüber reden, weil man‘s irgendwie aufgeschnappt hat. – Aber im Schubfach liegt ja auch gar nicht ein Pfirsich als Thema oder eine populär-psychologische Zeitschrift, sondern ‘ne Glasglocke nebst jenen Nicht-Identität ausschließenden Begriffen. Und ein "Das ist halt so.". Glück erreicht man eben nicht übers Glück selbst. Fragt man nach Glück, dann impliziert das doch, dass man eben nicht macht, was zum Glück führt.