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Re: Bücher
Verfasst: Sa 23. Jul 2016, 23:31
von Caligari
Nö. Opium ist nicht per se schlecht, wie gesagt Marx selbst benutzte es. Gerade wenn man viel Leid kofrontiert wird, wie ein die Sozialgeschichte Durchdenkender braucht man etwas Schmerzlinderndes. Opium kann also auch Widerstandserhaltung sein oder Burnoutverhinderer.
Verfasst: Sa 23. Jul 2016, 23:31
von Anzeige
Re: Bücher
Verfasst: So 24. Jul 2016, 09:39
von Baldwin
Wann dient ein Rauschmittel nicht mehr dem Widerstand sondern dem Regime? Wo ist die Grenze? – Total keine Einwände gegen Meditation?
Re: Bücher
Verfasst: Mo 25. Jul 2016, 19:48
von Caligari
Dem Widerstand dienen? Der Widerstand dient der Bedürfnisbefriedigung des Subjekts. Genauso wie das Opium. Schädlich ist der Konsum nur wenn er ohne entsprechendes Bedürfnis abläuft (also aus Zwang). Warum sollte ich irgendwelche Einwände haben? Religionsfreiheit!
Re: Bücher
Verfasst: Mo 25. Jul 2016, 22:41
von Baldwin
Zwang ist nicht nur die Peitsche auf dem Rücken. Opium ersetzt sie. Der Widerstand dient der Befreiung! Wer frei ist, braucht kein Opium. (*kicher* Diese Sätze…)
Warum ist Meditation noch auf der To-Do-Liste? Ist doch ganz einfach: Setzen, einen Punkt suchen, wo du deine Atmung am besten spürst, auf diesen Punkt konzentrieren und jedes Mal, wenn du in Gedanken dich verlierst, es ohne jegliche Wertung bemerken und wieder auf den Atem konzentrieren. 10-Minuten-Timer, täglich zum Beispiel nach dem Frühstück, done. Stetig die Länge steigern, und nach ein paar Wochen zeigen sich Fortschritte.
Re: Bücher
Verfasst: Di 26. Jul 2016, 22:05
von Caligari
Zum Gegenteil: Teenagekicks! Was sind deine Lieblingsjugendbücher? Und fandest du Fänger im Roggen auch lame? Weder Melodramatik, noch Wilder Rausch, noch Selbsthass. Was soll der Kack?!
Re: Bücher
Verfasst: Di 26. Jul 2016, 22:41
von Baldwin
Sowieso – Bücher?! Was soll das?! Ich will zocken! Was sind deine Lieblingsspiele? Monopoly, wadd für 1 langweiliger Mist!
Ich wollte heute in eine Bib im Museum (weil's das Buch nirgendwo sonst gibt, ist neu und ausverkauft). Bin gemütlich – ich sollte das vielleicht in «Was nervt euch grade?» posten – bin also gemütlich hingefahren – bin so kurz nach Mittag los –, habe zuvor im Laden in der Nähe geguckt und im Museumsshop, ob's da vielleicht doch irgendwo liegt – natürlich nicht –, und bin dann weiterhin gemächlich den Gang hochgelaufen zur Bib – und dann las ich die Öffnungszeiten: Bib schließt in 15 Minuten. Hm. Bin dann gegangen. Heim gefahren. (Zuvor bei MUJI schön eingekauft, haben gerade SALE.) Und im Prinzip den ganzen Tag verschwendet. Morgen dann nochmal. … Yay. Satz.
Re: Bücher
Verfasst: Sa 6. Aug 2016, 20:44
von Caligari
Samstage verschwende ich immer. Ist genug wenn man die überlebt.
Re: Bücher
Verfasst: So 7. Aug 2016, 14:58
von Baldwin
Wie verschwendest du die? Mit "Nichtstun"? Oder "Tun was nicht getan werden soll" oder vielmehr "was eigentlich getan werden sollte"?
"Nichtstun" ist bei dir Spielen? Fernsehen?!
Was machst'nn Besonderes demnächst, dass du ein "Nichtstun" voranstellst? Was in Plan? Oder Angst, allgemeine Nervösität, der Zustand des Vorangestelltseins…?
Re: Bücher
Verfasst: Sa 13. Aug 2016, 20:42
von Caligari
Mit Fluchtschlaf. Auch heute. Samstage sind doof.
Ansonsten, meine Tagesstruktur haben wir doch schon besprochen.
Re: Bücher
Verfasst: Sa 13. Aug 2016, 21:03
von Baldwin
Ich habe heute über dich geträumt, Caligari. Das meine ich ernst! Ich weiß nicht warum. Du warst irgendwie nervös, aber ich habe es nicht bemerkt – dachte, du spielst einen Verrückten. Dein Haus hatte riesige bunte Räume mit vereinzelt kleinen Möbelstücken und teilweise merkwürdigen Türen, an der Decke, unten in der Ecke in der Größe einer Hunde-Tür. Und irgendwann sehe ich zusammen mit anderen ein Video, das du uns in der Uni präsentierst, wo du uns zeigst, wie du wohnst, und vor allem dass du gewaltige Angst vor deiner Mutter hast. Es waren teilweise viele Cheeseburger zu sehen, die näher betrachtet aus Knete bestanden. Die Ebenen verschwammen – mal war Film, mal war ich plötzlich vor Ort und erlebte alles live. Ich nahm dein Getue im ersten Moment wieder wie Alberei auf, bemerkte aber, dass du ein ernstes Problem hast mit deiner Mutter.
Ich kann mich nicht genau erinnern, wie das alles ausging. Ich denke, ich begegnete deiner Mutter und war aufgeregt, aber nicht so ängstlich. Und irgendwie haben wir uns am Ende vertragen und du warst wieder okay…
Solche Träume wirklich zu träumen ist natürlich etwas anderes als sie erzählt zu bekommen. Es war ein sehr interessanter Traum. Die Angst vor der Mutter – war schon etwas sehr Existenzielles. Die Mutter war wie die personifizierte Geisteskrankheit. Wie etwas aus diesem schlechten Film, wo die in den Traum von Patienten reingehen…