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| Die Gelbe Vernunft https://europanien.iphpbb3.com/forum/./55527694nx45263/kunst-und-kultur-f20/die-gelbe-vernunft-t344.html |
Seite 22 von 22 |
| Autor: | Baldwin [ Di 19. Apr 2016, 21:42 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Die Gelbe Vernunft |
Das Kaninchen oder Kaninchen? Sind Kaninchen Hasen? Was kam vor der ersten Frage? Zitat: Aber davon ab: Willst du damit sagen, ich bilde mein Selbstvertrauen mi Hilfe des Internets, wie Männer mit Frauen? Wie der Held mit der "Masse"? Also durch abschätzige Behandlung demonstriere ich meine eigene Überlegenheit? Nur dadurch lade ich meine Vitalität auf und stimuliere mein Nervensystem? … Ja, ist das denn so?! (Soll das ein Spiegel sein oder durchsichtiges Glas?) Verschrickst du Menschen, um dich zu erhöhen? Aaaalso, Cali! Zitat: Omalesebrille Ein Beispiel dafür, wie das deutsche Zusammenschreiben schief gehen kann. Ich dacht' erst, es ging um irgendein barockes Artefakt. Zitat: Davon ab: Ist "PS:" nicht viel praktischer? Also für mich klingt "Davon ab:" ganz schön sperrig... Wenn dein Avatar ein Monokel oder eine Omalesebrille mit Kette hätte, ging es ja aber schau dich an! Du bist inder Blüte deiner Jahre und stilistisch schon völlig verkalkt! (Wie Heidegger und die Nazis.) Ich weiß gar nicht, woher ich das hab. Ist das überhaupt richtig? "PS" ist allerdings unzutreffend, weil ich's genau so schreiben wollte. |
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| Autor: | Anzeige [ Di 19. Apr 2016, 21:42 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
| Autor: | Baldwin [ Mo 20. Jan 2020, 01:05 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Die Gelbe Vernunft |
«Da liegt so ein Ding auf dem Tisch. Das ist rund. Kugelrund, samtweich und rot wie die Backen Der posauneblasenden Putten. Ein wenig zerschunden, Verbeult hier und da, mit Hautflecken (Plaques). Es ist ein Pfirsich. Zum ersten Mal seh ich ihn an. Mit seinen blauen Schrammen tut er mir leid. Veilchen ums Auge, die Schenkel verblühender Frauen Erregen dasselbe Mitleid. Das Fleisch in der Zeit: So sieht es aus, in letztem Aufruhr entflammt. Das Wasser läuft einem im Munde zusammen. Nun sind die Augen geschlossen. Es wird geschmeckt. Unter der Schale, in einer Fruchtfleisch-Orgie, Tut sich ein Persien auf, wie es Hafis entdeckte. Nur der innerste Kern bleibt dem Schwelger verborgen. Ein Pfirsich, was ist das, als Objekt, an und für sich? Armes Bewußtsein, immer verfehlt es das Ding. Schließlich war Seele, nach Hume, nichts als ein Strom Einzelner Daten, perceptions, ein ständiges Klingeling Von Größe und Farbe, Gestalt und Form. Zum Phantom Wird dieser Pfirsich, ausgespuckt als poröser Stein. Und was heißt Substanz? Da ist nur, was du siehst Mit dem Schauder des Schauenden: das Original Einer Frucht, seidig behaart, ein saftiger Cul de Paris, Das gefundene Fressen für einen Stillebenmaler. Überreif ist er, und die Farbe blättert schon ab.» Ritornell vom Pfirsich – Durs Grünbein: Koloss im Nebel |
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| Autor: | PetriSi [ Sa 23. Jan 2021, 20:07 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Die Gelbe Vernunft |
Sehr schönes Poem! Kannte ich noch nicht von Grünbein. Gleich mal wieder was von ihm schmökern... |
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