Ich finde, Europanien sollte mehr über die EU reden. Schlimm genug, dass sowohl im Wahlkampf wie auch in den Medien dieses Thema eher von geringer Wichtigkeit war (und ich rede nicht von den Hilfspaketen). Die EU sorgt ja nicht nur für ein friedlicheres Europa, sie soll zwangsläufig – möglicherweise etwas, worüber viele immer noch nicht nachdenken – die Nation abschaffen. Ich habe so den Eindruck, gerade Deutschland wird momentan zunehmend nationalistischer, jetzt wo’s angeblich einer der beliebtesten Länder ist und es wirtschaftlich gut läuft. Gerade von Deutschland hängt aber vieles ab.
Die Beibehaltung der Grenzen der Nationen in den Verträgen finde ich problematisch. Es reicht nicht, wenn die Unterteilung Europas allein auf Basis heutiger Grenzen geschieht. Warum die USA nachahmen – voranschreiten, Demokratie wieder stärker machen, also: wenigstens Grenzen in Größen der Bundesländer nutzen! (Noch besser Landkreise.)
Mit der Ablehnung des Verfassungsvorschlags ist ja klar geworden, wie wenig bereit Teile Europas für die Änderungen sind. Nationaldenken und Demokratiefeindlichkeit (im EU-Maß, nicht nationall) helfen auch nicht so dolle. Stattdessen Interesse an anderen EU-Staaten wecken, die Debatte breiter veröffentlichen. Die Pläne einzelner Regierungen sind nutzlos, wenn wir in ein paar Jahren europaweite Politik machen! (

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Wo ist die Europa-Partei?
(Oder die europäischen Parteien – SPEU, Sozialdemokratische Partei Europas z.B.)