d.night hat geschrieben:Ein Symbol ist aber jeder andere erfolgreiche Afro Amerikaner auch.
Er ist
US-Präsident! Er wurde von der Mehrheit der amerikanischen Bürger gewählt! Und er ist der erste Afro-Amerikaner in diesem Amt, nur nochmal zur Erinnerung.
d.night hat geschrieben:Und ja, ich finds iwie undemokratisch. Und sowieso iwie merkwürdig wenn den Preis Politiker die (noch) nicht wirklich was für den Frieden getan haben während so viel andere Menschen täglich und unter Lebensgefahr für den Frieden arbeiten.
Wie-so ist mein Beispiel undemokratisch???
Zu den anderen Menschen: das kann man bei jedem Preis sagen. Jedes Mal wird es Leute geben, die schlimmeres durchstanden haben etc. pp. und dennoch keinen Preis bekommen.
d.night hat geschrieben:Aber bitte, ich les grad die Begründung auf Wiki:
für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken
Also so wirklich näher fühl ich mich ja den Amerikanern nicht wirklich nach einer Amtszeit Obama, das war eigentlich nur zu spüren bevor er gewählt wurde, oder hab ich was Entscheidendes verpasst? Den Terroristengeneralverdacht bei der Einreise gibts meines Wissens zB auch noch immer...
Und ich find halt Folgendes (aus Wiki) für einen FN Preisträger doch recht unfriedlich.
Obama führt die von seinem Vorgänger begonnenen Drohnenangriffe in Pakistan und Afghanistan fort und lässt mutmaßliche Terroristen im Grenzgebiet beider Staaten vermehrt durch Unbemannte Luftfahrzeuge aufspüren und gezielt töten. Die völkerrechtliche Basis dafür ist umstritten. Obama verfolgt in Afghanistan und Pakistan grundsätzlich eine harte Gangart. So nahm die Anzahl der US-Drohnenangriffe in Pakistan seit Beginn seiner Amtszeit massiv zu..
Auch in Afghanistan verfolgt Obama, stärker als sein Amtsvorgänger, die Strategie schwerer Luftangriffe, denen häufig Zivilisten zum Opfer fallen. Allein bei einem Bombenangriff in Granai wurden bis zu 145 Zivilisten getötet. Öfter sterben bei diesen Luftangriffen dutzende Zivilisten, darunter Frauen und Kinder.
Das ist ja alles ganz außerordentlich bemerkenswert, gerade wenn man bedenkt, wie das alles so entstanden ist, nicht?
Obama ist natürlich nicht perfekt, der Mann befürwortet sogar die Todesstrafe, aber solche Details werden für größere Aspekte (die unter anderem genannten) übersehen. Einstein hat Ideen der Quantenphysik abgelehnt, entnehmt ihm den Nobelpreis! Solch Lückensuche, die selektive Wahrnehmung, das Blicken durch die Filterbrille, findet man bei gezielter Denunzatierung allzu oft (z.B. im Israel-Konflikt).
Er sitzt auf ’nem Berg voll Schrott seines Vorgängers. Der Kampf gegen Terrorismus ist bereits entfesselt; dass er ihn noch fortsetzt und zuende führen will, gibt vielleicht kein Punkt für friedliches Verhalten. Immerhin Drohnen, könnte man sagen. Dafür aber geben seine Vorstellungen Hoffnung auf ein Ende des Kriegs – im Gegensatz zur Politik von Neocons, die fast aktiv Krieg treiben wollen. Das ist übrigens wohl der wichtige Aspekt, der das Komittee dazu bewogen hat, ihn auszuzeichnen. Obama war nämlich ein Symbol der Veränderung, nach der sich sehr viele Menschen, auch außerhalb Amerikas, sehnten. (Schon vergessen, wie begeistert man über ihn war? Da war er noch nicht mal gewählt!) Das ist im Grunde nur das emotional verpackte Potpourri an Aspekten, die ich erwähnte: afroamerikanisch,
kein Neocon, spricht ständig von „change“, die Rede damals, der angekündigte Abzug der Truppen, Health Care etc.