Radikal - Was ist das eigentlich?
Verfasst: Sa 10. Jul 2010, 21:56
tag zusammen.
ich komme gleich zur sache. als regel wurde ja genannt, doch bitte nichts "radikales" zu posten. im bezug darauf würde ich hier gerne die frage zur diskussion stellen, ob es denn tatsächlich legitim ist, a priori alles "radikale" untersagen zu wollen.
zunächst sollte natürlich die begrifflichkeit geklärt werden. "radikal" stammt vom lateinischen wort "radix" ab, was "wurzel" bedeutet. "radikal" sein bedeutet also so viel wie "an die wurzel gehen".
sollte man nun tatsächlich in jedem falle davon ausgehen, dass die wurzel unseres systems unfehlbar ist, dass es bei dieser keiner veränderung mehr braucht, dass sich alle probleme mit bloßen reformen unter beibehaltung des eigentlichen grundgerüstes beheben lassen? selbst wenn die antwort für euch nun "ja" lautet - sollte man jenen das wort verbieten, die das anders sehen?
ich finde, diese situation lässt sich immer gut am beispiel der vergangenheit verdeutlichen: zu zeiten der monarchie war jene(r), die/der demokratisch dachte ein(e) "radikal(e)". schließlich war der schritt von der monarchie (und feudalherrschaft) zur demokratie (und kapitalismus) keiner der reform, sondern ein revolutionärer schritt, der das system von grund auf veränderte.
die überzeugten vertreterInnen der monarchie waren damals auch gegen alles radikale - vergleichbar mit vielen modernen vertreterInnen der demokratie. damals wie heute ging man, gegen jede vernunft, davon aus, das perfekte system bereits gefunden zu haben, weshalb man jene "radikalen" verfolgte. darüber, dass sich das (zumidnest in der vergangenheit) als komplett falsch erwiesen hat, dürfte wohl konsens bestehen.
kommen wir also wieder zur oben gestellten frage: ist es wirklich richtig, jede "radikale" kritik hier im forum untersagen zu wollen?
mfg 5ka5
ich komme gleich zur sache. als regel wurde ja genannt, doch bitte nichts "radikales" zu posten. im bezug darauf würde ich hier gerne die frage zur diskussion stellen, ob es denn tatsächlich legitim ist, a priori alles "radikale" untersagen zu wollen.
zunächst sollte natürlich die begrifflichkeit geklärt werden. "radikal" stammt vom lateinischen wort "radix" ab, was "wurzel" bedeutet. "radikal" sein bedeutet also so viel wie "an die wurzel gehen".
sollte man nun tatsächlich in jedem falle davon ausgehen, dass die wurzel unseres systems unfehlbar ist, dass es bei dieser keiner veränderung mehr braucht, dass sich alle probleme mit bloßen reformen unter beibehaltung des eigentlichen grundgerüstes beheben lassen? selbst wenn die antwort für euch nun "ja" lautet - sollte man jenen das wort verbieten, die das anders sehen?
ich finde, diese situation lässt sich immer gut am beispiel der vergangenheit verdeutlichen: zu zeiten der monarchie war jene(r), die/der demokratisch dachte ein(e) "radikal(e)". schließlich war der schritt von der monarchie (und feudalherrschaft) zur demokratie (und kapitalismus) keiner der reform, sondern ein revolutionärer schritt, der das system von grund auf veränderte.
die überzeugten vertreterInnen der monarchie waren damals auch gegen alles radikale - vergleichbar mit vielen modernen vertreterInnen der demokratie. damals wie heute ging man, gegen jede vernunft, davon aus, das perfekte system bereits gefunden zu haben, weshalb man jene "radikalen" verfolgte. darüber, dass sich das (zumidnest in der vergangenheit) als komplett falsch erwiesen hat, dürfte wohl konsens bestehen.
kommen wir also wieder zur oben gestellten frage: ist es wirklich richtig, jede "radikale" kritik hier im forum untersagen zu wollen?
mfg 5ka5